Die Grundlage einer erfolgreichen Integration: Schule und Sport als Team

LAZ Puma Rhein-Sieg auf Talentsuche in den IFKs

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„Frau Maué – wie schreiben? Sqort? Schport? Sport?“

Für viele Schülerinnen und Schüler der beiden IFKs war oder ist es noch schwierig, die deutschen Buchstaben zu unterscheiden. In ihren Heimatländern haben sie nicht nur eine andere Sprache, sondern auch andere Schriftzeichen gelernt.

 

Egal! Heute heißt es nicht „Sport“ schreiben, sondern Sport treiben! Leichtathletik, genauer gesagt.

Die Integration durch Sport und Vereine war einer der hervorgehobenen Aspekte bei der Infositzung am 23.06.2014, bei der neben dem Bürgermeister auch Pressevertreter anwesend waren. Durch eine Kooperation der  LAZ Puma Rhein-Sieg und der GHS-Neuenhof wird diese nun zum Leben gerufen.

„Hurra!“ rufen manche der Jugendlichen, als sie die Turnhalle betreten, während einige wenige unauffällig im Geräteraum zu verschwinden versuchen. Doch die Schüchternheit währt bei niemandem lange, bald sind unter Anleitung der sympathischen Trainer alle begeistert dabei: Purzelbäume schlagen, über einen Hürdenparcours laufen und dabei abwechselnd über dem Kopf, vor dem Bauch und hinter dem Rücken in die Hände klatschen, mit voller Wucht durch die Diagonale in eine dicke Matte rennen. Oder weich auf ihr landen nach einem Sprung vom Kasten in die Höhe. Nicht nur den eigenen Körper, sondern auch Medizinbälle nach oben befördern –  je nach Alter und Konstitutionen sind dabei so zwischen 30 cm und drei Metern drin.

Strahlende Augen bei allen Schülern. „Der da ist spätestens in ein paar Wochen auf seinem ersten Wettkampf“, flüstert ein Trainer Frau Maué ins Ohr. Gemeint ist Pi aus der IFK 2.  Und Pi ist bei weitem nicht der einzige, der durch sein großes sportliches Talent die Aufmerksamkeit der Trainer auf sich zieht. „Wenn wir diese Truppe regelmäßig trainieren, wird die Hälfte irgendwann die Finale in irgendeinem Wettkampf erreichen.“, so der begeistert strahlende Cheftrainer Thomas Eickmann.

Beim anschließenden Filmvortrag werden alle Schülerinnen und Schüler mit Infomaterial versorgt und zum dreiwöchigen kostenlosen Probetraining ins Stadion an der Bernhardstraße eingeladen. Die besonders talentierten Schülerinnen und Schüler erhalten gezielte Hinweise.

Eine Woche später. „Frau Maué, wir waren da!“ Wie es denn war? „Alles kaputt!“ sagt Hariwan begeistert. Patryk ergänzt freudig „Schuhe kaputt!“. Jwan reibt lächelnd seine Beine und ruft „Muskel kaputt!“. Ob sie auch zum nächsten Training gehen? Das Strahlen in ihren Augen nimmt die Antwort vorweg: „Na klar!“.

 

 

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